In unserer letzten Firmstunde sind wir einer der wohl bekanntesten - und gleichzeitig rätselhaftesten - Geschichten der Menschheit auf den Grund gegangen. Es ging um Freiheit, Grenzen und die Frage, was passiert, wenn eine Beziehung einen tiefen Riss bekommt.
Im Firmunterricht am 13.01. haben wir uns erst in der Turmkapelle getroffen und das Gemeinschaftswochenende besprochen. Danach sind wir in einen Raum gegangen, haben einen Stuhlkreis gebildet und die Geschichte von Adam und Eva gelesen und anschließend zwei Gruppen gebildet: die eine hat darüber gesprochen, wie sich Adam, Eva und Gott gefühlt haben und die andere hat darüber gesprochen, warum Gott ihnen den Baum hingestellt hat, obwohl sie nicht die Früchte davon essen durften und dann darüber diskutiert.
Dabei haben wir auch einen Blick auf den Begriff der "Erbsünde" geworfen, der im ersten Moment oft missverständlich klingt. Wir haben darüber gesprochen, dass dieser Name heute viel diskutiert wird und es vielleicht treffender ist, von der "ersten Sünde" oder einer Art "Ursünde" zu sprechen. Es ging uns weniger um eine Schuld, die man technisch "erbt", sondern vielmehr um das Verständnis, dass hier der erste tiefe Riss zwischen Gott und den Menschen entstanden ist.
Dieser Moment in der Geschichte markiert den Beginn eines Grabens, der die ursprüngliche Nähe zu Gott unterbrochen hat. Doch genau dieser Riss ist die Brücke zu unseren nächsten Themen: Wir wollen uns in der kommenden Zeit Jesus annähern, der in Gottes Heilsplan die entscheidende Rolle spielt. Er ist es, der diesen Graben für uns wieder überwindet und den Weg für einen neuen, direkten Kontakt zu Gott freimacht. Nach diesen spannenden Überlegungen haben wir uns verabschiedet.