Kennenlernen. Glauben. Gemeinschaft. Zusammen in Neviges.

- Aktion Modul X

Mit Spannung gestartet und mit vielen schönen Momenten im Herzen beendet: Das Kennenlern-Wochenende in Neviges war für uns alle etwas Besonderes.

Gemeinschaftswochenende in Neviges

Mit großer Spannung haben wir diesem Wochenende entgegengeblickt - und das nicht nur die Firmlinge, sondern auch wir Katechetinnen und Katecheten. Es war das erste Wochenende dieser Größenordnung: Über 100 Menschen - Firmlinge und Katecheten - kamen zusammen, um sich kennenzulernen, gemeinsam Aktionen zu erleben, miteinander zu essen, zu spielen, zu beten, Gottesdienste zu feiern und sogar gemeinsam zu übernachten.

Viele Fragen standen im Raum:
Wie wird die Stimmung sein?
Wie gut kommen wir miteinander aus?
Wie funktioniert Gemeinschaft in so einer großen Runde?

Die Antwort darauf können wir heute klar geben: überwiegend - und in vielerlei Hinsicht sogar überraschend - positiv.

Ein besonderer Ort - herzlicher Empfang

Hinzu kam ein neuer Ort: der Marienwallfahrtsort in Neviges, vielen Pilgerinnen und Pilgern wohlbekannt. Für uns war es das erste Mal, dass wir als Firmgruppe der Pastoralen Einheit dort zu Gast sein durften. Eingeladen wurden wir vom Seelsorgeteam rund um Abbé Thomas Diradourian - und wir können schon jetzt spoilern:
Wir wurden äußerst herzlich aufgenommen.

Die beiden Abbés Pauljo von Loe und Balduin Coste schauten immer wieder vorbei, nahmen sich Zeit für Gespräche und standen uns jederzeit hilfsbereit zur Seite. Dafür sagen wir an dieser Stelle noch einmal: Danke!

Ankommen, Farben & erste Begegnungen

Am Freitag um 16:00 Uhr ging es los. Die Firmlinge trafen mit vollem Gepäck und spürbarer Aufregung zur Anmeldung ein. Schnell kam eine Frage immer wieder auf: die Farben auf den Namensschildern.

Kurz gesagt: Jede*r bekam zufällig eine Farbe zugeteilt, über die später die Küchendienste organisiert wurden. Anfangs sorgte das für Neugier und kleine Diskussionen, am Ende zeigte sich aber schnell, wie gut auch das gemeinsame Arbeiten in wechselnden Gruppen zum Kennenlernen beigetragen hat. Denn wo gemeinsam gefeiert und gegessen wird, gehört auch gemeinsames Anpacken dazu.

Kulinarisch konnten wir uns dabei voll und ganz auf unser erfahrenes Küchenteam rund um Maria verlassen. Mit viel Einsatz und Herz zauberten sie über das gesamte Wochenende hinweg leckere Mahlzeiten, die wir alle sehr genießen durften.

Kennenlernen, Spiele & Gemeinschaft

Nach einer kurzen Vorstellung der Leitung durch Pater Samuel und Diakon Tobias starteten wir direkt mit den ersten Kennenlernspielen. Unter dem Titel "Who’s Who?" nahmen unsere Katechet*innen Olphie und Hendrik die Firmlinge mit in einen spielerischen Einstieg - und das Eis war schnell gebrochen.

Anschließend ging es zum gemeinsamen Abendessen ins liebevoll gestaltete Refektorium. Für jede*n war etwas dabei, so dass auch die Abbés Pauljo und Balduin es sich nicht haben nehmen lassen dabei zu sein.

Der Abend klang mit weiteren Spielen, Zeit zum Ankommen und schließlich dem Abendgebet aus. Viele waren positiv überrascht von der Atmosphäre der Kirche. Diakon Tobias gestaltete das Gebet gemeinsam mit Kaplan Juan Carlos und Abbé Balduin. Ein besonders eindrücklicher Moment war das Entzünden der Teelichter: Jede*r durfte ein Licht nach vorne bringen, einen Moment der Stille genießen und im Gebet verweilen.

Dieses Angebot, auch später noch in die Kirche zu kommen, um Ruhe zu finden oder zu beten, bestand für alle. Parallel dazu gab es im großen Versammlungsraum - der zugleich Schlafsaal der Mädchen war - Raum für Spiele, Gespräche und weiteres Kennenlernen.

Um Mitternacht begann die Nachtruhe. Auch wenn die Aufregung bei einigen noch etwas anhielt, kehrte schließlich irgendwann Ruhe ein.

Samstag: Glaube, Gespräche & neue Perspektiven

Viel Zeit zum Ausschlafen blieb allerdings nicht, denn bereits um 7:00 Uhr wurde geweckt. Nicht jede*r war darüber gleichermaßen begeistert, doch der Tag hatte einiges zu bieten.

Um 8:00 Uhr trafen wir uns zum Morgengebet im Mariendom, das von Pater Samuel und Pater Terence gestaltet wurde. Mit Gesängen und Gebeten konnten wir müde Glieder und Stimmen langsam in Schwung bringen.

Nach dem Frühstück - erneut hervorragend organisiert von Maria und ihrem Team - folgte ein besonderer Programmpunkt:
Unser Kantor Thomas Grunwald war extra angereist, um mit den Firmlingen gemeinsam Lieder einzuüben, darunter auch solche, die später in den Firmmessen gesungen werden. Schon jetzt sind wir sicher: Diese Zeit hat sich gelohnt.

Parallel dazu fand für jede*n Firmling ein persönliches Glaubensgespräch mit einer Katechetin oder einem Katecheten statt. In einem geschützten Rahmen wurde über den eigenen Glauben, Zweifel, Fragen und Gedanken gesprochen. Diese Gespräche blieben selbstverständlich unter vier Augen - waren aber für beide Seiten eine sehr wertvolle Erfahrung.

Im Anschluss daran hatten die Firmlinge die Gelegenheit, einen Brief an ihr Zukunfts-Ich zu schreiben - ganz klassisch mit Stift und Papier. Leitfragen wie "Was beschäftigt dich gerade?" oder "So stelle ich mir die Zeit nach der Firmung vor" halfen beim Schreiben. Diese Briefe werden einige Monate später - vor allem nach der Firmung - an die Firmlinge zurückgeschickt.

Angelus, Alltag & Zeit füreinander

Um 12:00 Uhr versammelten wir uns erneut im Mariendom, wo Pater Terence gemeinsam mit Pater Samuel zum Angelus einlud. Wir erfuhren, warum die Glocken mittags läuten und welche Bedeutung dieses Gebet hat.

Danach blieb Zeit, um Gespräche oder Briefe nachzuholen, in der Küche zu helfen oder einfach zu entspannen. Nach dem Mittagessen nutzten viele die freie Zeit für Spiele drinnen oder draußen, Gespräche oder einen Moment für sich.

Zeugnisse, Abschluss & Ausblick

Besonders gemütlich wurde es um 15:00 Uhr bei der Teatime. Dank zahlreicher Kuchen- und Nachtischspenden von Eltern und Firmlingen konnten wir bei Kaffee und Kakao zusammenkommen.

Währenddessen erzählten die Abbés Balduin und Pauljo von ihrer ganz persönlichen Berufungsgeschichte: von ihrem Weg, ihren Entscheidungen und davon, warum sie heute glücklich sind mit dem Leben, das sie führen. Ein beeindruckendes Zeugnis, das viele Firmlinge zum Nachdenken brachte - und zu weiteren Fragen ermutigte.

Den Abschluss bildete der Abschlussgottesdienst um 16:30 Uhr, zu dem auch Eltern und Familien eingeladen waren. Gemeinsam feierten wir die Heilige Messe und ließen das Wochenende bewusst ausklingen.

Bevor es zurück in den Alltag ging, versammelten wir uns noch einmal im Gemeinschaftssaal. Nach Abschiedsworten von Diakon Tobias und Pater Samuel hieß es schließlich: Auf Wiedersehen. Dank der Hilfe einiger Firmlinge war auch der Abbau schnell erledigt - und der zuvor so lebendige Ort wurde nach und nach wieder ruhig.

Ein starkes Wochenende - und es geht weiter

Wir blicken zurück auf ein intensives, lebendiges und sehr bereicherndes Wochenende. Das viele positive Feedback zeigt uns, dass auch ihr diese Zeit als wertvoll erlebt habt - sei es als neue Gemeinschaft, als schöne Erinnerung oder als Moment, der euch vielleicht später einmal trägt.

Und das Beste: Wir sind noch lange nicht fertig.
Viele weitere Aktionen, Gruppenkatechesen und gemeinsame Wege liegen noch vor uns.

Also: Wir sehen uns!

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