22 Firmlinge, 6 vergessene Gräber und jede Menge Motivation:
Heute wurde auf dem Friedhof nicht nur gearbeitet - es wurde gelacht, gestaltet und gemeinsam etwas wirklich Gutes getan.
Heute Nachmittag standen 22 Firmlinge bereit, um gemeinsam etwas Gutes zu tun. Unterstützt von vier Katecheten ging es nach einer kurzen Einweisung direkt los. Unser Ziel: sechs Gräber, die leider schon lange niemand mehr pflegt.
Lange überlegt wurde nicht. Kaum waren Werkzeuge, Schwämme, Lappen und Handschuhe verteilt, bildeten sich kleine Gruppen - und jedes Team suchte sich ein Grab, das nun seine volle Aufmerksamkeit bekam.
Zuerst hieß es: aufräumen und freilegen. Unkraut musste entfernt, heruntergefallene Blätter und Äste beseitigt werden. Manchmal war dabei schon etwas Kraft gefragt, denn so manche Wurzel wollte ihren Platz nicht freiwillig räumen.
Während vorne eifrig gejätet wurde, bildete sich hinten auf dem Friedhof schnell eine kleine "Efeu-Crew", die sich um das Zurückschneiden der rankenden Pflanzen kümmerte. Andere widmeten sich mit erstaunlicher Geduld den Grabsteinen und reinigten sie gründlich.
Mit der Zeit wurde aus Arbeit fast schon kreative Gestaltung. Einige Firmlinge entwickelten dabei regelrechten künstlerischen Ehrgeiz: Blumen wurden arrangiert, Steine platziert, Engel-Figuren sorgfältig ausgerichtet. Schritt für Schritt entstanden aus verwilderten Grabstellen wieder würdige und schöne Orte.
Was wir Katecheten dabei besonders beobachten konnten:
Die Gemeinschaft funktionierte. Es wurde gelacht, geholfen, Ideen ausgetauscht. Jeder fand eine Aufgabe und unterstützte die anderen. Der Einsatz kam ganz selbstverständlich - und mit sichtbarer Freude.
Am Ende konnten wir gemeinsam auf das schauen, was entstanden war: sechs gepflegte Gräber, die wieder respektvoll und liebevoll aussehen.
Zum Abschluss hielten wir noch eine kleine Mini-Katechese. Wir sprachen darüber, was hinter dieser Aktion steckt:
Nächstenliebe, Gemeinschaft, Opferbereitschaft - und die Erfahrung, dass wir manchmal Gutes tun, ohne dafür etwas zurückzubekommen. Vielleicht sind genau das die Schätze im Himmel, von denen das Evangelium spricht.
Mit diesem Gedanken endete unsere Aktion.
Ein schöner und erfüllter Nachmittag ging zu Ende - und wir gingen zufrieden nach Hause.