Kirche

Andreas und Melanie

Am 03.09.2019 haben wir gemeinsam ein Thema besprochen, welches mir sehr gefallen hat. Da die Kirche sogesehen ein zweites Zuhause für viele Menschen ist, war es auch gleichzeitig ein bedeutendes Thema für uns alle. Obwohl man auf den ersten Blick nur die Kirche als Gebäude kennt, steckt doch ziemlich viel dahinter...

Zunächst haben wir ein Spiel gespielt, wo jeder von uns eine spezielle Aufgabe hatte, aber nur mit bestimmten Rechten. Die Gruppenaufgabe bestand darin, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Nach diesem Spiel besprachen wir, wie es eigentlich in der Kirche so abläuft, denn sogesehen hat doch auch jeder eine Aufgabe bzw. einen Weg, den er gehen muss.

Nachdem wir uns darüber unterhielten, wurden wir von unseren Katecheten gefragt: »Hat man Vorteile, wenn man aktiver Kirchengänger ist, um schneller in den Himmel zu gelangen?«

Als dies gefragt wurde, habe ich mir selbst die Frage gestellt, ob es denn wirklich wahr sein kann: hat man wirklich Vorteile und gelangt schneller zum Himmel? Ich meine: Gott liebt natürlich jeden Menschen gleich und hat nicht ein besonderes Auge nur für die Menschen, die aktiv in die Kirche gehen, aber trotzdem erfahren die Menschen nunmal mehr von Gott, wenn sie in die Kirche gehen...dachte ich zunächst. Ich war jedoch ziemlich überrascht, als wir erklärt bekommen haben, dass es falsch ist so zu denken, denn tatsächlich liebt Gott jeden Menschen genau gleich, denn Gott ist der Ursprung der Liebe: Alles, was den Menschen unmöglich erscheint, macht er möglich.

Daraufhin gab es die Frage: »Reicht es nicht vielleicht auch ein- oder zweimal zur Kirche zu gehen, z.B. an Ostern und Weihnachten?«

Ich persönlich konnte mich nicht genau entscheiden, ob es denn ausreicht, denn ich selbst gehe jede Woche mindestens zweimal dahin und kenne es gar nicht mehr nicht in die Kirche zu gehen. Gott ist der Ursprung der Liebe, er weiß alles und kennt jeden in- und auswendig. Er gibt, ohne zu verlangen und ich denke, das ist das, was den Menschen fehlt, aber das sei ja mal nur so dahin gesagt..

Anschließend haben wir eine passende Bibelstelle dazu gelesen wo es heisst: »Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen« - und wir sollten erklären, was wir darunter verstehen. Ich dachte mir es bedeutet vermutlich in etwa, dass der Glaube niemals alleine gelebt werden kann. Viel besser ist es gemeinsam das Fest zu feiern. Deshalb gibt es auch die heilige Eucharistien in der Kirche: um eben gemeinsam mit den Brüdern und Schwestern Gott zu erfahren und um Zeuge dafür zu sein, dass es Gott wirklich gibt.

Für mich war es von Beginn an eine tolle Firmstunde und sie hat mir viel geholfen zu lernen, was Kirche eigentlich ist, weil man, wenn man sich Kirche vorstellt, nicht wirklich an sowas denkt.

Zum Schluss gab es dann noch eine weitere Bibelstelle, um dem Ganzen dann - wie man jetzt sagen würde - den Deckel drauf zu machen, denn es ging darum, dass Gott zu allen seinen Jüngern sagte, sie sollen durch alle Dörfer gehen und die Menschen im Namen der Dreifaltigkeit taufen, denn er ist alle Tage bei uns.

Im Großen und Ganzen war es dann doch eine sehr hilfreiche und besondere Stunde. Ich denke, dass sie nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Firmlingen die Augen geöffnet hat.

Ich wünsche mir, dass alle Menschen diese Erfahrung einmal machen Gott zu sehen bzw. ihn zu erkennen: unseren Erlöser und Retter.

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